Von allen Haarfarben, die ich in der letzten Zeit hatte, hat mir grau am besten gefallen. Vor einigen Monaten hatte ich mir meine Haare beim Friseur grau tönen lassen, alles dazu findet ihr hier. Mit etwas über 70 Euro war mir dies allerdings deutlich zu teuer, deshalb habe ich mich ein wenig umgeschaut, welche Möglichkeiten es gibt die Haare selbst grau zu tönen. Von Drogerie Farbe lasse ich nach einigen „Unfällen“ und viel Unzufriedenheit die Finger, ich bin mir allerdings auch nicht sicher, ob es eine solche Farbe in der Drogerie gibt. Mit Directions hatte ich es schon mit der Farbe „Silver“ versucht, diese war auf meinem Haar leider kaum sichtbar und hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Dann bin ich auf die Marke „Maria Nila“ aufmerksam geworden. Eine Firma aus Schweden, die Haarprodukte, unter anderem auch temporäre Farben herstellt. Laut eigenen Angaben sind die Produkte komplett vegan und frei von Tierversuchen, noch ein Grund mehr für mich diese Produkte etwas näher anzuschauen. Mein Objekt der Begierde war in diesem Fall ein „Color Refresh Treatment“ für schwarze Haare. Ja, meine Haare sind blond und nicht schwarz, laut Internet ist das aber die optimale Voraussetzung für graue Haare. Bestellt habe ich die Farbe beim Hagel-Shop im Internet und nach einigen Wochen Wartezeit (Das Produkt war zwischenzeitlich vergriffen) stand endlich der Postbote mit einem Paket vor meiner Haustür. Mit knapp 30 Euro liegt das Treatment preislich deutlich über einem Töpfchen Directions für ca. 6 Euro, allerdings ist in der Farbe von Maria Nila auch mehr Produkt und man kann die Farbe stärker verdünnen, braucht also weniger Farbe für eine Anwendung. Ob sich die Anschaffung allerdings lohnt, wenn man das grau nur einmal ausprobieren möchte, muss jeder selbst entscheiden.

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Schritt für Schritt zu grauen Haaren

Ich habe mir bevor ich losgelegt habe erst mal alle Utensilien zusammen gesucht, die ich zum Tönen der Haare benötige. Ein Gefäß zum vermischen, die Maria Nila Farbe, eine Kur oder Spülung zum Mischen (hier gilt je „dicker“ das Produkt ist, umso leichter und gleichmäßiger lässt sich die Mischung später auf den Haaren verteilen), Einweghandschuhe und eine Farbpinsel.

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Der erste Schritt ist anschließend das Anrühren der Farbe. Von der Maria Nila Farbe benötigt man nur wenige Pumpstöße, um so dunkler die Farbe werden soll, um so mehr Produkte benötigt man natürlich. Ich wollte kein zu dunkles grau erzielen, aus diesem Grund habe ich nur drei Pumpstöße der Farbe verwendet, schon hier erkennt man wie lange eine Packung Farbe anhält. Dann habe ich fast eine ganze Packung Spülung zu der Farbe gegeben und alles gut vermengt. Wenn man die ganzen Haare färben möchte sollte man darauf achten von Anfang an genug Farbe herzustellen, damit man garantieren kann, dass alle Haare die gleiche Farbe haben.

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Wenn man seine optimale Farbe angerührt hat, geht es ans Auftragen. Ich fange meistens am Ansatz oder an den Spitzen an, je nachdem wie lange die letzte Blondierung her ist. Ist sie lange her und ein Ansatz zu sehen beginne ich mit dem Ansatz, ist der Ansatz frisch gefärbt fange ich mit den Spitzen an.

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Nachdem ich die komplette Farbe auf meine Haaren verteilt hatte, musste ich feststellen, dass ich wohl ein wenig allergisch auf die Maria Nila Farbe reagierte, ich hatte an allen Stellen am Körper, auf die Produkt gekommen ist eine leichte Rötung. Diese ist jedoch nach wenigen Stunden von alleine wieder verschwunden.

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Ich habe die Farbe für ca. 20 Minuten einwirken lassen, die Anleitung der Farbe empfiehlt 15 Minuten aber da ich die Farbe verdünnt habe dachte ich mir das ein paar Minuten mehr sicherlich auch nicht schaden. Nach Ablauf der Zeit und gründlichem Waschen der Haare konnte man schon im nassen Zustand erkennen, dass die Haare deutlich dunkler waren. Weil ich es nicht erwaten konnte das endgültige Ergebnis zu sehen, habe ich meine Haare natürlich sofort trocken geföhnt. Von der Farbe war ich begeistert, genau so wollte ich meine Haare haben. Nicht ganz so dunkel wie vom Friseur, sondern eher in Richtung Silber-Grau. Es war also bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich meine Haare in dieser Farbe gefärbt habe.

Categories: Haare

13 Comments

Granny Hair – graue Haare selber tönen

  1. Als relativ junge Frau mit inzwischen fast ganz naturgrauen Haaren (Start mit 23 Jahren) finde ich das ziemlich überraschend. Vielleicht liegt der Reiz im „gemachten“? Aber die Bezeichnung „Grannyhair“ sagt ja auch schon wieder, wie’s eigentlich eingeordnet wird…Ich zumindest fand die Frisöre, die mir nicht sofort eine Tönung anboten, um das Weiss zu überdecken, am sympathischsten…

  2. hallo
    vielen dank für deinen ausführlichen bericht über die maria nala farbe…ich möchte mir auch die Haare grau färben und nun müsste ich nur noch wissen wie lang das grau im haar hält.
    liebe grüße
    conny

    1. Hallo:) also meine Haare waren schon ziemlich blond davor, allerdings hatte ich einen dunklen Ansatz und den hat die Farbe auch gut abgedeckt. Es war am Anfang aber auch eher ein dunkles grau. Kommt eben drauf an wie das misch Verhältnis mit der Kur ist 🙂 wenn ich mir die Haare blondiere dann immer Vollgas 😉

  3. Da ich vor jahren schon graue Haare gefaerbt habe, hat mich deim Blog angeregt. Ich habe bisher aus Kaufland so eine „oma“ Farbe verwendet. Was zwar auch gut geht, aber ich wollt mal was anderes probieren. Hab mir jezz auch die Maria Nila Farbe geholt. Ist heute angekommen, und kanns kaum erwarten 🙂 danke fuer den ausfuehrlichen Blog

    1. Hi,
      eigentlich versuche ich immer nur eins von beidem zu nehmen aber wenn es nicht ganz langt mische ich auch mal beides zusammen.
      LG
      Sandra

  4. Hi, finde deine Haarfabe super habe mir das Produkt auch bestellt. Habe ich es richtig verstanden du machst die Farbe bzw. mischung ins tockene Haar oder ins nasse?

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