Mommy: Meine Geburt während Corona Teil 1

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Auf die Geburt unseres Sohnes haben wir jetzt schon 10 Tage hingefiebert. Es war Freitag Abend und ich bin gerade nach einem entspannten Bad todmüde ins Bett gefallen. In der Nacht zuvor habe ich super schlecht und wenig geschlafen. Im Bett habe ich noch ein bisschen den TV eingeschaltet und bin kurz darauf eingeschlafen. Nach ca. 15 Minuten bin ich aufgewacht und habe plötzlich ein ziemlich starken Schmerz im Bauch gefühlt. Da ich nicht wusste, ob es meine Verdauung oder eine Wehe ist bin ich vorsichtshalber mal aufs Klo und habe meinen Mann vorgewarnt, Bzw. Er hat es mitbekommen und mich gefragt was los ist. Auf der Toilette habe ich dann gemerkt das es sich nicht um schmerzen oder Krämpfe durch den Magen und Darm handelt. Zudem haben die Schmerzen gar nicht mehr richtig aufgehört. Als mein Mann das bemerkt hat, hat er sofort gesagt das wir ins Krankenhaus fahren. Ich hab ihm widersprochen, immerhin dauert es bei den meisten Frauen noch ein paar Stunden bevor die Wehen regelmäßig kommen. Die Schmerzen wurden aber nicht weniger und die Pause dazwischen habe ich fast gar nicht wahrgenommen. Also sind wir ins Auto und ab ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus

Angekommen durften wir zumindest schon mal beide das Krankenhaus betreten. Es gab eine Maske, Hände wurden desinfiziert und wir wurden in eine Liste eingetragen. Am Anfang durfte ich erst nur alleine in der Kreißsaal, mein Mann musste davor warten und hat uns bzw. mich in der Zeit „richtig“ im Krankenhaus angemeldet. Weil ich schon zu Untersuchungen im Krankenhaus war ging da aber relativ schnell. Ich wurde gleich von einer Hebamme untersucht und an ein CTG Gerät angeschlossen. Nach 30 Minuten waren die Wehen noch zu unregelmäßig und der Muttermund zu weit geschlossen. Deswegen hat mich die Hebamme nochmal raus geschickt, davor habe ich noch Zäpfchen bekommen die den Vorgang beschleunigen sollten und gegen Schmerzen. Wir sollten spazieren und nach mindestens einer Stunde wieder kommen.

Nach dem Verlassen des Krankenhauses und dem Ablegen der Maske musste ich mich erstmal schön übergeben. Mitten auf den Grünstreifen neben dem Krankenhaus. Die Maske war übrigens besonders angenehm weil es bei uns Zaziki zum Abendessen gab und ich meinen Atem riechen konnte. Wir sind dann ca. eine Stunde draußen spazieren gegangen. Ab und zu musste ich anhalten und durchatmen als die Schmerzen wieder stärker geworden sind. Zurück im Krankenhaus gab es neue Masken und ich bin erstmal noch ein paar Treppen gestiegen bevor wir zurück zum Kreißsaal sind.

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Zurück im Kreißsaal

Die Hebamme hat mich wieder empfangen und in einen anderen Raum geführt. Mein Mann musste wieder vor dem Kreißsaal warten. Ich wurde wieder untersucht und an ein CTG angeschlossen. Ich war so müde, dass ich zwischen den Wehen immer wieder eingeschlafen bin. Also immer ein paar kurze Minuten bis die nächste Wehe mich geweckt hat. Ca. 30 Minuten später kam die Hebamme wieder ins Zimmer, hat CTG und Muttermund kontrolliert und gesagt das die Geburt jetzt richtig los geht. Ich habe mich für einen Einlauf entschieden und durfte danach wieder in ein anderes Zimmer. In einen richtigen Kreißsaal, in dem mein Mann schon auf mich gewartet hat. Der wurde ein paar Minuten vorher von der Hebamme rein geholt. Ich habe mich sofort wieder auf die Liege im Raum gelegt, ich war so müde und die Wehen kamen immer häufiger. Die Hebamme hat mich wieder ans CTG angeschlossen und eine Ärztin hat mir einen Zugang am Arm gelegt.

Hier findet ihr mein letztes Schwangerschaftsupdate und hier geht´s zu Teil 2 der Geburt.

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